Phobische Störungen


Menschen, die unter einer phobischen Störung leiden, verspüren starke Furcht vor bestimmten, eigentlich ungefährlichen Objekten oder Situationen. Je nach auslösendem Angstreiz gibt es verschiedene Arten von Phobien: Die spezifische Phobie beinhaltet die Angst vor bestimmten Lebewesen (z.B. Spinnen, Hunde), Dingen (z.B. Spritzen) oder Situationen (z.B. enge Räume; Angst vor dem Zahnarzt). Die soziale Phobie hingegen äußert sich durch eine starke Furcht davor, von anderen bewertet oder kritisiert zu werden. Ein Hinweis auf eine Agoraphobie dagegen ist die Angst, das eigene Haus zu verlassen.

Die effektivste Therapiemethode besteht darin, solche gelernten Ängste durch schrittweise Konfrontation mit dem angstauslösenden Reiz wieder zu verlernen.

Informationen zu Phobischen Störungen finden Sie hier.


Panikstörungen


Menschen, die von einer Panikstörung betroffen sind, leiden unter starken Angstanfällen, die mit körperlichen Paniksymptomen wie Herzrasen, Atemnot, Schwindel oder Übelkeit einhergehen. Anders als bei den phobischen Störungen treten diese Angstattacken jedoch scheinbar ohne bestimmten Auslöser auf. Sie werden oft als unvorhersehbar wahrgenommen und können deshalb zur Agoraphobie führen, bei der Betroffene Angst haben, das Haus zu verlassen oder sich auf weiten Plätzen oder in Menschenmengen zu bewegen, wo sie im Falle einer Panikattacke nicht sofort Hilfe bekommen können.

Die sogenannte „Angst vor der Angst“ stellt einen Teufelskreis dar, den es in der Therapie aufzubrechen gilt. Wie genau dies funktioniert, erfahren Sie hier.


Affektive Störungen


Menschen, die unter einer affektiven Störung leiden, empfinden ihre eigene Stimmung und Antrieb als ungewöhnlich gedrückt (Depression) oder aber ungewöhnlich gesteigert und unruhig (Manie). Auch Mischformen sind möglich (Bipolare Störung), bei denen sich gedrückte und gesteigerte Stimmung abwechseln.

Da etwa  17 % der deutschen Bevölkerung an einer affektiven Störung erkranken, gehören diese zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Sie stehen oft mit belastenden Lebensereignissen im Zusammenhang und treten in wiederkehrenden Phasen auf, die jeweils bis zu mehreren Monaten dauern können.

Ziel der Therapie ist es, neue hilfreichere Sichtweisen auf die Situation zu erlernen, soziale Fähigkeiten zu erlernen und Aktivität zu fördern. Warum und wie genau dies funktioniert, erfahren Sie hier.


Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)


Menschen, die unter einer PTBS leiden, haben in ihrer Vergangenheit eine oder mehrere traumatische Situationen erlebt (z.B. Missbrauchserfahrung, Unfälle, Naturkatastrophen, Kriegserlebnisse) und sind oft einem unfreiwilligen Wiedererleben der traumatischen Inhalte ausgesetzt - in Form von sich aufdrängenden Erinnerungen oder Sinneswahrnehmungen bis hin zu Flashbacks. Dabei können auch Gefühle wie Angst, Hilflosigkeit oder Wut auftreten, die zu einer generellen Unruhe führen.

In der Therapie setzt man sich gemeinsam in geschützter Umgebung mit dem Trauma auseinander und erlernt neue, hilfreichere Sichtweisen auf die Situation und ihre Folgen. Zentral ist dabei, dass allein der Patient entscheidet, wann der richtige Zeitpunkt ist, um über die Erfahrung zu sprechen. Nähere Informationen finden Sie hier.


Psychotherapie für Kinder und Jugendliche

Im Mittelpunkt steht die unmittelbare Bewältigung der psychischen Beschwerden. Dazu wird besprochen, wann die Beschwerden auftreten und was diese auslöst. Je nach Entwicklungsstand des Kindes und den Lebensumständen, erarbeitet die Psychotherapeutin/der Psychotherapeut mit dem Kind Möglichkeiten, die Faktoren zu verändern, die die psychischen Beschwerden auslösen. Die Eltern werden bei Minderjährigen mit einbezogen, damit auch familiäre Lösungsstrategien entwickelt werden können.

          Wann sollten Kinder und Jugendliche eine Psychotherapie aufsuchen?

          • Bei allen psychischen Problemen und Verhaltensauffälligkeiten, die bei Eltern und/oder weiteren Bezugspersonen Anlass zur Sorge geben.
          • Das Kind/der Jugendliche kann seine Entwicklungsaufgaben und Anforderungen nicht mehr bewältigen.
          • Bei besonderen Belastungssituationen in der Familie bzw. bei Bezugspersonen und/oder in Kindergarten und Schule, die zu andauernden oder wiederkehrenden Konflikten führen.


          Neuropsychologie


          Der Nutzen von Neuropsychologie richtet sich an Menschen, die infolge einer Hirnschädigung (z.B. durch Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma) unter Störungen oder Veränderungen der Gehirnfunktionen leiden, beispielsweise in Bezug auf kognitive Leistungsfähigkeit, psychisches Erleben oder Verhalten. Die Neuropsychologie baut dazu auf den Erkenntnissen von Klinischer, Biologischer und Allgemeiner Psychologie sowie Neurologie auf. Ziel der Therapie ist es, dass Patientinnen und Patienten ein größtmögliches Maß an Selbstständigkeit und Selbstbestimmung wiedererlangen. Wie das funktioniert und für wen genau eine neuropsychologische Behandlung hilfreich sein kann, erfahren Sie hier.


          Rauchfrei Schritt für Schritt


          Das Programm richtet sich an Menschen, die vorhaben mit dem Rauchen aufzuhören. Im Laufe des Rauchfrei-Schritt-für-Schritt-Programms wird unter Absprache mit einem Therapeuten und begleitet von unterstützenden Gesprächen die tägliche Zigarettenanzahl nach und nach verringert. So wird die rauchfreie Zeit im Alltag erhöht, bis zum Ende des Programmes eine Nikotinabstinenz möglich wird.

          Zur Unterstützung werden psychotherapeutische Techniken angewandt wie Entspannungsverfahren (z.B. Atemtraining), Ausführen von attraktiven und mit dem Rauchen kaum vereinbaren Tätigkeiten (z.B. Obstessen) und gegebenenfalls eine „medikamentöse“ Begleitbehandlung (z.B. durch nikotinhaltige Tabletten oder Kaugummis).